Freitag, 13. April 2018

H5N1 Vogelgrippe - Hongkong sperrt Geflügelmarkt für 3 Wochen...

Laut Medienberichten haben die Aufsichtsbehörden in China einen in Hongkong gelegenen Geflügelmarkt abgesperrt und für drei Wochen geschlossen, nachdem am 7. April im Rahmen von Routinekontrollen ein Geflügelhändler mit H5-positiver Ware erwischt wurde. Der Händler hatte offenbar selbst, nachdem ihm der Verkauf seines Geflügels verboten wurde, die infizierten Produkte dennoch weiter verkauft. Inwieweit ein Eintrag des H5 Virus in die chinesische Megametropole nun erfolgt ist lässt sich schwer abschätzen.

Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen ob das H5-Virus durch dieses Ereignis sich in China ausbreiten wird. Solange es nicht durch die Luft übertragbar ist, sollte es im Falle eines Klusters an Infizierten, ein überschaubares Problem bleiben. Problematisch wäre es, wenn das H5-Virus sich jedoch verändern würde und es zu einem Reassortment des Virus mit anderen Grippeviren kommen würde.

In dem Fall bestünde die Gefahr eines neuen pandemischen Virus, dass auch über die Luft übertragbar wäre. Weitere Informationen unter:

http://www.scmp.com/news/hong-kong/health-environment/article/2141657/bird-flu-scare-shuts-down-popular-songbird-garden


Dienstag, 6. März 2018

Ausbruch der Vogelgrippe im Jemen?

Das vom jahrelangen Krieg stark in Mitleidenschaft gezogene  und zerstörte Land im mittleren Osten  befindet sich im fortgesetzten Krisenmodus. Neben dem Choleraausbruch scheint es nun den Verdacht auf den Ausbruch der Vogelgrippe bei der von einer schweren Hungerkrise getroffenen Bevölkerung zu geben.




Die Krankenhäuser und das Gesundheitssystem befinden sich, so Al Jazeera in einem kritischen Zustand, da es an medizinischen Resourcen zur Behandlung der schwere kranken Patienten mangelt.

Quelle:

https://www.aljazeera.com/news/2018/02/yemens-health-crisis-suspected-cases-bird-flu-180218090434368.html


Dienstag, 30. Januar 2018

Cholera Ausbruch im Yemen - fast 10 000 Tote seit 2017...

Nachdem Saudi Arabien in Yemen durch die Bomardierung des Landes die Infrastruktur zerstört hat kämpfen die Menschen in dem schwer getroffenen Land um ihr Überleben. Fast 1 Million Menschen wurden offenbar seit Ausbruch der Epidemie mit Cholera infiziert. In rund 16 Prozent der Fälle verläuft die Infektion extrem schwer. Wie schwer die Versorgung infizierter Patienten ist zeigen Erfahrungen von Ärzte ohne Grenzen im Kongo, wo derzeit ebenfalls die Cholera grassiert.


Unbehandelt führt die Cholera in rund 60 Prozent der Fälle zum Tode. Im Yemen sind vor allem Kinder Ausscheider und Überträger der Krankheit, die durch kontaminiertes Wasser zur Infektion der Menschen führen kann. Wegen des massiven Flüssigkeitsverlustes von bis zu 10 Litern am Tag ist ein Substitution der Flüssigkeit auf parenteralem Wege erforderlich und eine alleinige Antibiotikatherapie nicht ausreichend um die Infektion zu überleben.

Weiter Informationen zum Stand im Yemen erhalten sie unter folgendem Link:

http://www.emro.who.int/images/stories/yemen/Yemen_Cholera_Response_-_Weekly_Epidemiological_Bulletin_-_W3_2018_Jan_15-_21.pdf

Da der Ausbruch der Cholera inzwischen auf zwei Kontinenten erfolgt ist korrekterweise inzwischen von einer Cholera Pandemie zu sprechen - auch wenn die offiziellen Stellen sich derzeit noch weigern diesen Begriff öffentlich zu verwenden.